All rights reserved! 1983-2015 Rudolf Dorn, www.dorn-systeme.de, info@dorn-systeme.de

Schweißautomat RD 500J / RD 200J

4-Achsen "Schweißroboter" zum
vollautomatischen Verbindungsschweißen im Gleisbau


Höchste Qualität durch unterbrechungsfreie Arbeit. "In einem Zug" vom
Schienenfuß bis zum Kopfende.

Effektivste Material- und Zeitersparnis durch ein Spaltmindestmaß von nur 12 mm.

Einfachste Montage mit Schnellspannklemmen und geringste Vorbereitung.
Alle Schweißparameter werden permanent gespeichert,
es muss nur ein Punkt gesetzt werden.

Unterstützung Ihres Qualitäts-Management-Systems und Dokumentation
durch drahtlosen Datenaustausch oder mittels Standard-USB-Port.


Allgemeines

Der Standard-Schweiß-Automat RD200/RD500, wird zum Verbindungsschweißen aufgerüstet. Anstelle der normalen Brennerhalterung wird der Rotationssupport montiert. Vom Standard-Brenner wird der Schweißrüssel entfernt und der Brennergriff wird am Montagezapfen des Rotationssupports befestigt.

Das Bild zeigt den Geräteaufbau bei Montage am Schienenfuß und Verwendung der normalen Fahrschiene zum Auftragschweißen. Erfolgt die Montage am Schienenkopf, mit verkürzter Fahrschiene und Spezialklemmen, wird der Abstands-Support mehr mittig montiert. Durch die Verwendung von Gleitmuttern ist der Aufbau flexibel.
Montageklemme am Fuß ...


... oder am Kopf



Übersicht

1 Standard Schweiß-Automat RD200/RD500
2 Rotationssupport
3 Standardbrenner
4 Gebogener Brennerhals zum Handschweißen
5 Schweißrüssel
6 Schweißdüse
7 Schiene mit Schweißbadschutz


Mindestabstand Schweißbadschutz

Die Mindestabstände zwischen Schiene und Schweißbadschutz sollten nicht unterschritten werden. Um alle Kanten optimal zu verbinden, muss die entstehende Schweißschlacke nach Außen abfließen können. Während der Arbeit und beim Abkühlen, bildet die Schlacke eine Isolierschicht und verringert Temperaturdifferenzen. Nur bei großen Material-Auswulstungen, kann der Abstand verringert werden.


Schweißsequenzen
Rillenschiene
Vignolschiene

Nach Montage des Automaten und Auswahl der Schienentype, wird der Nullpunkt Po gesetzt. Alle Fahrbewegungen werden vollautomatisch durchgeführt und weitere Eingaben sind nicht nötig.

In Ausnahmefällen kann Punkt P1 und/oder P2 zusätzlich gesetzt werden. P1 bei schräg angeschnittener Schiene und P2, sehr selten, bei verkanteter Montage.
Zum Setzen von Punkt P0 wird der Brenner mit Sollabstand (ca.35mm) über P0 positioniert und der Rotations-Support R nach Rechts ausgerichtet. P1 kann mittig im Spalt und P2 mittig im Kopf gesetzt werden.


Start der Arbeit


Nach dem Einschalten wird der Setup-Bildschirm angezeigt.

- Die zuletzt verwendete Schiene Nr. 12.
- Verbindungsschweißen ist ausgewählt

- Arbeits-Modus. Der normale Modus ist Arbeiten hinter dem Gerät. Bei unsymmetrischen Schienenköpfen und Montagemöglichkeit an nur einer bestimmten Seite, kann der Arbeitsmodus auf Arbeiten vor dem Gerät eingestellt werden.

Vor dem Gerät
Hinter dem Gerät


- Mit Taste 0 wird der Setup-Modus verlassen und der Auswahlbildschirm für die Schienentype wird angezeigt.







Hier werden die Schienen-Abmessungen eingestellt. Alle Daten jeder Schienentype sind permanent gespeichert.
Die technische Zeichnung enthält alle Parameter, die zur Bearbeitung aller weltweit üblichen Schienentypen benötigt werden.


- Mit Taste 0 wird der Auswahlbildschirm verlassen und der Arbeitsbildschirm wird angezeigt.

Lassen Sie sich durch die Vielzahl an Parametern nicht irritieren, die meisten dienen nur zur Information und werden nur selten angepasst oder verändert. Beim Verbindungsschweißen wird immer mit Muster 5 gearbeitet, alle Werte werden in Programm 20 gespeichert.


Hier wird die maßstabsgetreue Zeichnung der ausgewählten Schiene angezeigt, im oberen Bildbereich, der Name und die Nummer der Schiene.



Hier werden alle normalen Schweißparameter angezeigt. Alle Einstellungen erfolgen durch einfache Positionierung des Cursors und die Tasten +,- . Zum Setzen des Nullpunkts, wird das Gerät über dem Punkt positioniert und der Rotations-Support wird nach Rechts ausgerichtet. Mit den Tasten 0 und + wird der Punkt gespeichert. Sollte P1 oder P2 zusätzlich nötig sein, fahren Sie diese Punkte an und speichern Sie wie gewohnt.


Durch die Kombination der Linear- u. Rotationsbewegung des Schweißrüssels und einer speziellen Brennerdüse mit zwangsgeführtem Draht, werden beide Seiten sicher erreicht. Die erste Lage erzeugt eine solide Schweiß-Brücke, wodurch der Schweißbadschutz (Kupfer) geschont wird.


Schweißen am Schienenfuß

Um eine symmetrische Lagenhöhe zu erreichen, wird der Schienenfuß mit einer geraden Anzahl an Lagen (2,4,6...) ausgearbeitet. Bei konstantem Bewegungsablauf mit konstanter Lagendicke, werden unterschiedlich lange Lagen, von Unten aufbauend, eingesetzt. Der Automat berechnet hier die Start- und Endposition jeder Lage.


Zur Ausarbeitung des schrägen Schienenfußes, kann die Lagenstärke in der Mitte der Schiene aber auch variiert werden. Um die Mitte-Erhöhung bis zum Schienensteg zu erzeugen, werden die Fahrparameter zwischen Punkt P0 (Außen) und Pe (Mitte) ständig nachjustiert. In der Mitte ist die Bewegung langsamer mit kurzem Seitenweg, Außen schneller mit ausgedehntem Seitenweg.

Kurz vor Erreichen des Stegbereichs (Pe), wird in der Statuszeile die Meldung BACKEN VORBEREITEN !!!INPUT!!! angezeigt. Wenn Sie die seitlichen Schutzbacken über eine Schnellspannvorrichtung montieren können, bestätigen Sie diese Meldung mit Taste INPUT und die gesamte Schweißung erfolgt unterbrechungsfrei. Beim Erreichen der Steghöhe (Pe) fängt der Bildschirm zu blinken an und die Schutzbacken können montiert werden. Sollten Sie die Meldung nicht bestätigt haben, unterbricht der Automat die Schweißung an dieser Stelle. Nach Entfernung der Schlacke und Montage des seitlichen Schweißbadschutzes, kann mit Taste START die Arbeit fortgesetzt werden.

Beobachten Sie die weitere Arbeit. Die Statusanzeige zeigt jetzt wieder die Positions-Koordinaten XYZR.

Nach Erreichen der Kopfhöhe k, beendet der Automat die Schweißung. Zur Hartbeschichtung der letzten Lagen, kann die Arbeit jederzeit mit Taste BRENNER beendet werden. Wird die Schweißung mit Taste AUS beendet, erfolgt keine Stopverzögerung und kein Freibrand.